Kaffee mit Saba

Am Wochenende hatte ich ein ganz besonderes Erlebnis: Saba sprach mich an, dass sie so gerne Fotos von ihrer Familie hätte, die sie nach Hause schicken kann. Und, dass sie sich leider keinen professionellen Fotografen leisten könne. Und so einigten wir uns darauf, dass sie Anne und mich zum Mittagessen mit leckeren Speisen aus ihrer Heimat Eritrea bewirtet und ich dafür schöne Fotos von ihr, ihrem Mann, den zwei Söhnen und dem Onkel mache. Gesagt, getan.

Es entstand daraus ein wundervoller Nachmittag mit spannenden Gesprächen und Einblicken in das Leben in Eritrea und hier in Deutschland. Die beiden Jungs durften sich gegenseitig „shooten“ (was ein großer Gaudi war) und ich durfte einer ganz besonderen Kaffeezeremonie beiwohnen, die mich völlig vergessen ließ, dass ich mich im zwölften Stockwerk einer Frankfurter Stadtwohnung befand. Ach ja: Der Kaffee schmeckte einfach fantastisch!

Gelernt habe ich an diesem Nachmittag nicht nur einiges über Eritrea und ein bisschen über afrikanische Traditionen – bedankt man sich z. B nicht überschwänglich bei der Dame des Hauses und lobt explizit den ausgezeichneten Kaffee, dann ist sie beschämt, schüttet den Kaffee heimlich weg und macht einen neuen. Nein, ich habe auch mal wieder gelernt, wie gut es tut, einfach mal etwas Gutes zu tun und dafür so reich beschenkt wieder nach Hause und zurückzukehren.

Danke Saba!

 

Hier eine kleine Galerie mit Impressionen und Portraits:

 

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